Geführt von Andreas Strobl, dem leitenden medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten, und unterstützt vom Team rund um Professor Dierk Vorwerk, erhielt die Gruppe einen unmittelbaren Eindruck davon, wie komplex und präzise die Abläufe in einer modernen Radiologie sind.
Die Hospitation fand insgesamt zum zweiten Mal statt. Was ursprünglich als Format für Bio- und Medizininformatik gestartet ist, zieht inzwischen auch Studierende aus Computational Life Sciences (CLS) und Biomedical Engineering (BME) an – ein klares Zeichen dafür, wie stark die Verbindung zwischen Technik und Medizin in den Life-Science-Studiengängen der THI geworden ist.
Besonders fesselnd waren die Live-Einblicke in zentrale Verfahren der Bildgebung: Die digitale Subtraktionsangiografie (DSA) zeigte, wie Gefäßveränderungen sichtbar gemacht und interventionell behandelt werden können. Die Magnetresonanztomografie (MRT) eröffnete detaillierte Perspektiven auf neurologische Strukturen, während die Computertomografie (CT) demonstrierte, warum sie bei der Diagnostik akuter Schlaganfälle unverzichtbar ist. Abgerundet wurde der Besuch durch die digitale Radiografie – ein essenzielles Werkzeug, das im Klinikalltag bereits permanent im Einsatz ist.
Für die Studierenden war der Tag mehr als eine Exkursion: Er machte sichtbar, wo ihre späteren Entwicklungen eingesetzt werden – direkt am Patienten, im Zusammenspiel mit Ärztinnen und Ärzten, Pflege, Technik und IT. Die von Professor Ludwig Maximilian Lausser und Professorin Marion Menzel organisierte Hospitation zeigte eindrücklich, wie eng Theorie und Praxis im Gesundheitswesen verwoben sind und wie wichtig es ist, klinische Perspektiven früh mitzudenken.













